Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie IT-Strategie.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Dez | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 | |||
13.2.2008 von Albert Blog.
Wie häufig spricht Ihre IT-Abteilung mit der Geschäftsführung über die Ausrichtung der IT-Strategie an der Geschäftsstrategie? Gibt es überhaupt den Wunsch oder die Einsicht in die Notwendigkeit eine gemeinsame strategische Handlungsbasis zum Wohle des Unternehmens zu finden? Oder befindet sich die IT in Ihrem Unternehmen noch in der Post-Dotcom-Phase, wird also als reiner Kostenfaktor verstanden, als Bereich der eine Dienstleistung abzuliefern hat, möglichst billig, möglichst effektiv?
Vielleicht hat die IT aber über die Themen serviceorientierte Architektur, Business Service Management, Geschäftsprozessmanagement oder die Konvergenz-Problematik es auch schon verstanden sich wieder Gehör in den Führungsetagen zu verschaffen. Wenn es ganz gut gelaufen ist, hat der Vorstand von sich aus gefordert, dass die IT sich schneller an sich verändernde Geschäftsprozesse anpassen muss, sprich flexibler wird. Und sich kurzzeitig mit der Informations- und Telekommunikationstechnologie in seinem Hause auseinandergesetzt.
Aber eine holistische IT-Strategie, die sich ganz eng an die Unternehmensvisionen anlehnt, sie begleitet oder gar als Motor und Innovationstreiber für neue Geschäftsideen dient? Die gemeinsam von Geschäftsführung, Fachbereichen und IT jedes Jahr neu justiert wird? Meist Fehlanzeige. Ganzheitliche IT-Strategien mit einem Zeithorizont von fünf oder mehr Jahren sind aus der Mode gekommen. Begründung oder Ausrede: Das Rad würde sich zu schnell drehen, die Produktzyklen würden immer kürzer werden und die Konkurrenz immer schneller. Da mache es keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, was in fünf Jahren sein wird. Gerade mal zwei Jahre könne man einigermaßen sicher in die Zukunft blicken.
Das ist meiner Ansicht nach zu kurz gegriffen. Gerade eine kundenorientierte und flexible IT benötigt einen Handlungsrahmen mit eindeutig definierten, kurz-, mittel- und langfristigen Zielen. In meinen Gesprächen mit den CIOs und Geschäftsführern stoße ich zwar selten, aber erfreulicherweise immer häufiger auf Beispiele, die sich diese Maxime (wieder) zu Eigen gemacht haben. Das werden auch die Unternehmen sein, die in fünf Jahren besser dastehen, als solche, die gerade mal einen Zeithorizont von zwei Jahren überblicken können wollen. Eine flexible IT und eine ganzheitliche IT-Strategie stehen nicht in Konflikt zueinander, sondern sollten das Ziel einer jeden zukunftsorientieren Organisation sein, die weiß, wo sie in fünf Jahren stehen will.
Herzlichst, Ihr
Albert F. Absmeier
Geschrieben in IT-Strategie | Keine Kommentare »
13.2.2008 von Albert Blog.
Kann es sie geben – die richtige IT-Strategie? Nein, natürlich nicht. Dazu sind die Anforderungen, die die Unternehmensspitze an die IT stellt, einfach zu unterschiedlich, allein schon, weil jede Branche andere, ganz spezifische Rahmenbedingungen vorgibt. Aber selbst wenn man den kleinsten gemeinsamen Nenner ansetzen würde, kämen innerhalb eines Industriezweigs für jedes Unternehmen individuelle Antworten zustande.
Aber es gibt übergreifende Themen, die so, mehr oder weniger, für alle Unternehmen oder Institutionen Gültigkeit haben. Beispiel: Wenn man sich für eine, perfekt auf seine Organisation passende IT-Strategie entschieden hat, so gilt es den Schritt von der Planung zur Umsetzung zu gehen – und hier scheitern noch zu viele strategische IT-Projekte. Gründe? Die Fachbereiche werden zwar in der Regel noch bei der Formulierung der Strategieprojekte mit eingebunden, bei der Ausführung läuft diese aber häufig an ihnen vorbei: Mangelnde Kommunikation. Ein weiterer Grund, warum viele Unternehmen zwar IT-Strategien formulieren, aber letztlich nicht umsetzen, sind fehlende Governance-Strukturen und festgelegte Entscheidungsbefugnisse. Wie Sie es besser machen können, lesen Sie in unserem Schwerpunkt IT-Strategie.
Die Kosten, die in der IT durch die komplexen, schwer wartbaren, fehleranfälligen und kaum erweiterbaren (Software-)Systemlandschaften entstehen, sind ein weiteres Thema. Häufig ist die fehlende Berücksichtigung der Komplexitätsfolgekosten im Business Case für die Umsetzung von Business Features die Ursache. Hier hilft ein neuer Ansatz: die TCF-Ermittlung. Die Total Cost of Feature ergibt sich aus den Erstellungskosten plus den laufenden Kosten plus den Komplexitätsfolgekosten. Komplexitätsfolgekosten sind Ihnen unbekannt? Erfahren Sie dazu mehr in unserem Schwerpunkt.
Das grüne Rechenzentrum ist zurzeit ganz hipp. An allen Ecken und Enden sprießen neue Konzepte und Lösungsvorschläge aus dem doppelwandigen RZ-Boden. Von Server- und Speicherkonsolidierung, über 2, 4 oder 16 Kernen pro Prozessor mit optimiertem Powermanagement bis zur Virtualisierung und verbessertem Klimamanagement reicht die Palette. Alles soll zur Reduzierung des Stromverbrauchs beitragen. Dennoch gibt es Prognosen von Analystenhäusern, die den Stromkosten eines typischen Rechenzentrums im Jahr 2011 um 60 Prozent höher sehen als heute. Der Leistungshunger, die überbordenden Datenmengen und die Strompreise wachsen einfach schneller als die Einsparbemühungen. Das sollten die IT-Verantwortlichen in ihren Forecasts berücksichtigen, und sich nicht durch kurzfristige Einsparpotenziale, die die Green-IT-Bewegung verheißt, täuschen lassen. Auch eine Form der richtigen Strategie. Herzlichst, Ihr
Albert Absmeier
Geschrieben in IT-Strategie | Keine Kommentare »